Sankt Marien aktuell

 

Die Kirchgartenmauer von Sankt Marien ist mehr

 .... als nur die Begrenzung eines Grundstückes

Wer in Osterode-Mitte aus dem Zug steigt und die Stadt besichtigen will, dem bietet sich sehr bald  der Blick zur Marienkirche mit ihrer Fachwerkglockenstube, der erste markante Blickfang, typisch für die Fachwerkstadt Osterode. 

Davor sieht man die alte Mauer, wie die Stadtmauer aus Söse-Steinen gebaut und mit Gipsmörtel verfugt. Sie gehört zum denkmalgeschützten Ensemble des Kirchengrundstückes und verleiht dem Kirchgarten die Geborgenheit, die viele Osteroder schätzen und gern nutzen. 

Der Kirchgarten ist eine Oase der  Ruhe mitten in der Stadt, die auch von den Schülern des angrenzenden Gymnasiums gern genutzt wird. Für die Mitarbeiter des Jugendhauses ist dieser Garten ein Geschenk: Gespräche oder Spiele in kleinen Gruppen werden dort von den Jugendlichen ebenso geschätzt, wie die Stille dieses besonderen Ortes. 

Aber besonders der Südteil der Kirchgartenmauer ist stark reparatur-bedürftig und muss unbedingt saniert werden!

Weil die finanziellen Möglichkeiten der kleinen  Sankt Mariengemeinde sehr begrenzt sind, bemühen wir uns um „Spender und Zuschussgeber“. 

Die Kosten belaufen sich auf ca. 100 000 €. Ein Eigenanteil von 10 000 € muss von der Gemeinde aufgebracht werden, damit die Baumaßnahme beginnen kann.

Bitte, unterstützen Sie unser Projekt, und helfen Sie uns! 

Konto Nr.: Kirchenamt Northeim, IBAN DE 76 2635 1015 0004 0239 58 

Vermerk:  Spende Kirchgartenmauer St. Marien

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Tag des offenen Denkmals

am 12. September 2021 in Sankt Marien   -    ein Rückblick 

 

Seit vielen Jahren gehört der Tag des offenen Denkmals am zweiten Wochenende im September zum Jahresprogramm der Mariengemeinde. Ein ganzer Tag wird einem großen Thema gewidmet. Eingebettet in ein zwangloses Miteinander im Kirchgarten und in der Kirche, kann es von verschiedenen Seiten beleuchtet werden. Sachkundige Informationen, Gespräche und Gastlichkeit sollen diesen Tag prägen . Das ist unser Anliegen.

Das diesjährige Programm war in besonderer Weise auf Kinder und Erwachsene ausgerichtet. Es bot zwei  Schwerpunkte, die in den Sommerwochen zuvor mit Kindern vorbereitet worden waren. Die Ergebnisse konnten dann am Tag des offenen Denkmals  präsentiert werden:

·       Das Sommerprojekt der Stadtgemeinden zum Thema „Lebendiges Wasser – ein kostbares Gut“:  Eine vom Juli an gewachsene Dokumentation über das Osteroder Wasser. Besucher des tagsüber zugänglichen  Kirchgartens  fanden an der Kirchenwand Informationen über die durch das Wasser geprägte Geschichte Osterodes. Es waren die im Wesentlichen von Heike Grobis vom Heimat- und Geschichtsverein zusammengestellten Ergebnisse ausführlicher Recherchen. Es war schade, dass der Kurzvortrag von Frau Grobis wegen des regnerischen Wetters ausfallen musste. Das Gleiche galt für den Bericht von Uta Herrmann über das mit Kindern der Grundschule am Jacobitor durchgeführte Schulprojekt. Das wird an dieser Stelle nun schriftlich nachgeholt.
-  Es begann noch vor den Sommerferien mit Unterrichtsgängen, um die Landschaft, in die Osterode einst hineingebaut wurde, bewusst wahrzunehmen: Die schützenden Berge und das Tal dazwischen, die Flüsse, vom Wasser des Harzes gespeist, die Ausrichtung von Ost nach West.
-  Es folgte das genaue Betrachten der Fachwerkhäuser aus heimischem Baumaterial erstellt, der Mauern aus Flusssteinen errichtet und der Wachtürme, die man hier und da noch finden konnte. Wir freuten uns über das „durchsichtige“ Haus hinter der Stadtbibliothek ebenso, wie über herausgefallenen Putz aus dem Gefach eines Hauses, so dass man das alte Weidengeflecht und daneben auch Gipsfüllung entdecken konnte.
-  Anschließend wurden in der Schule aus Holzklötzen Häuser gebaut, mit weißem Papier bezogen und so bemalt, wie sich die Kinder das Fachwerk vorstellten. Fenster, Türen und Toreinfahrten waren genauso wichtig, wie die roten Dächer mit den aufgemalten Dachziegeln.
-  Höhepunkte dieser Unterrichtseinheit waren dann „Stadtbautage“ im Kirchgarten, an denen die Kinder ihre kleine Stadt in die auf den Platten im Kirchgarten aufgemalte Landschaft einfügten.
Leider fiel die Präsentation am Sonntagmorgen buchstäblich ins Wasser. Es regnete so, dass nicht viele Besucher kamen, um die kleine Stadt anzuschauen.
Den Verantwortlichen bleibt jedoch die Freude der Kinder am Entdecken, Bauen und Gestalten in Erinnerung. Es war eine besondere  Bereicherung für mich, die  Wortbeiträge der Kinder zu erleben. Ob sie aus Osterode oder aus fernen Ländern stammten, Erfahrungen mit dem Wasser hatten sie alle. Sie wussten sehr gut, dass Wasser lebensnotwendig ist und dass es ebenso lebensbedrohlich sein kann. Beispiele aus Afganistan, Syrien und Afrika konnten berichtet werden.
So weitete sich nicht nur mein Blick über unsere Heimatstadt hinaus, sondern auch die Kinder hörten einander aufmerksam zu. In diesen Momenten war ich dankbar für diese Schule, in der Kinder so unterschiedliche Erfahrungen zusammentragen können und Länder- und Sprachgrenzen ihre Bedeutung verlieren. Die Kostbarkeit des Wassers stand im Mittelpunkt.

·       Drei Kinder hatten im Rahmen des Ferienpasses in Sankt Marien die „Ausbildung zum KinderKirchenFührer“  absolviert und konnten nun in ihrem ersten Einsatz den Eltern und weiteren Gästen gemeinsam berichten: Alter, Größe, Baumaterial und Gestaltung des Kirchengebäudes waren ebenso parat, wie die Innengestaltung der Kirche mit ihrer Bedeutung. Altar, Kanzel, Orgel und Grabsteine aus verschiedenen Jahrhunderten gehören zur Geschichte der Menschen im Mariendorf vor der Stadt.
Es erforderte Mut und Konzentration, vor vielen Leuten zu sprechen.  

     Zur Anerkennung wurden ihnen Urkunden überreicht.

·       Das war der Auftakt des Nachmittagsprogramms, dem sich immer zur vollen Stunde Führungen anschlossen.
-  Am 500 jährigen Marienaltar konnten besonders die Spuren theologischer Umbrüche gezeigt werden, die von der Marienverehrung des späten Mittelalters bis in die 70iger Jahre reichen.
-  Der Kreiskantor Jörg Ehrenfeuchter fesselte seine Hörer mit den Details des Orgelbaus. Für alle Hörer war es spannend von den Einflüssen des Materials auf die Klangfarbe zu hören. Ob die Orgelpfeifen aus Blei, Zinn oder Zink gefertigt wurden, beeinflusst die Tonqualität ebenso wie die Art des Holzes, auf dem die Pfeifen stehen.

·       Der Tag endete mit einem gemeinsamen Gottesdienst  zum Thema „Wasser, ein kostbares Gut“.

Die Gespräche mit Gästen aus der Stadt, dem Umland oder von weiter her bereicherten diesen Tag. Es gab Besucher, die lange blieben und besonders am Nachmittag die Atmosphäre des Kirchgartens und die Gastlichkeit der Gemeinde genossen. Andere freuten sich auf die kompetenten Informationen über den Altar und die Barockorgel. Das intensive Nachfragen und Antworten war so etwas wie ein Geben und Nehmen, das gut tat.

Die Veranstalter sind dankbar für diesen Tag der Begegnung.

Kirche und Kirchgarten waren mit Leben erfüllt.                                              Uta Herrmann 

 

 

Die Herbstausgabe der Kirchenzeitung „Von Turm zu Turm“  

ist ausgetragen worden und liegt in den Kirchen aus!

 Die Gemeinden des Verbundenen Pfarramtes Osterode bringen viermal im Jahr die Nachrichten, Texte und Zuspruch aus der evangelischen Kirche vor Ort in jedes Haus. Sie möchten damit den Lesern nicht nur Einblicke in das Geschehen der einzelnen Gemeinden ermöglichen, sondern auch ihre Verbundenheit untereinander bekunden.

Jede Gemeinde präsentiert auf ihren Gemeindeseiten ihr von der Gemeindegeschichte und den aktuell aktiven Menschen geprägtes „Gesicht“, zusammen zeigen sie auf vielen weiteren Seiten die Vielfalt der Kirche vor Ort. 

Das Thema unserer neuen Ausgabe bewegt in diesen Monaten viele Menschen:

Lebendige Sprache

 

Wie sprechen wir eigentlich?

Was bewirken unsere Worte bei unserem Gegenüber? Achtung und Wertschätzung, das Wissen um wunde Punkte ... 

Unsere Beiträge geben sehr unterschiedliche Einblicke in die Gemeinden

und das kirchliche Leben in unserer Stadt.

Leider sind noch manche Begegnungsmöglichkeiten eingeschränkt,

aber Gottesdienste können gefeiert werden. 

 

Die Marienkirche ist wieder täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.