Sankt Marien aktuell

 

Unter diesem Stichwort berichten wir

von den unterschiedlichen Schwerpunkten unserer Gemeinde

 

Die Gottesdienste und die Veranstaltungen in der Kirche,

im Kirchgarten und im Gemeindehaus

bieten für Jung und Alt

vielfältige Gelegenheiten zum Austausch. 

 

EINLADUNG

ZUR FEIER DER BEKÖNUNG DES DACHREITERS VON SANKT MARIEN

 

 

Im April 2018

 

Sehr geehrte Spender,

liebe Freunde von Sankt Marien!

 

Als Zeichen des Dankes für Ihre Unterstützung möchten wir Sie sehr herzlich zum erneuten Füllen des Knopfes und dem Aufsetzen der Bekrönung durch den Metallgestalter und Restaurator Zeyher aus Hildesheim einladen.

Am 5. Mai um 15 Uhr versammeln wir uns

zu einer kleinen Feierstunde im Kirchgarten.

 

Ablauf:      Begrüßung und Verlesen einiger weniger Dokumente

                    Würdigung der Spender

                    Füllen des Knopfes und Segensworte

                    Aufsetzen der Bekrönung

                    Kleiner Umtrunk

 

Für den Kirchenvorstand von Sankt Marien grüßen Sie herzlich

 

 

    Uta Herrmann                                                                Pastor Michael Bohnert

 

 

DER KNOPF VON SANKT MARIEN

Am 18. Februar 2018 wurde nach dem Gottesdienst das alte in Walzblei gefasste Dokumentenkästchen geöffnet, das dem Turmknopf entnommen worden war. 

Es enthält Dokumente aus den Jahren 1745, 1820, 1839 und 1911. Sie sind schwer zu entziffern. Eng und fein beschrieben enthalten sie viele Informationen  über die Situation der Gemeinde, der Stadt und der großen Politik.

Folgender Zeitungsartikel gibt einen guten Einblick:

 

Osteroder Allgemeiner Anzeiger, Sonnabend, den 17. Juni 1911

Aus alter Zeit

Am 13. des Monats wurde der Knopf und die Wetterfahne der hiesigen Marienkirche abgenommen, da letztere seit Jahren schief stand und herabzufallen drohte. In dem Knopfe lag ein mit Walzblei umwickeltes Holzkästchen mit Schriften aus den Jahren 1745, 1820 und 1839, welche sich auf die wiederholten Ausbesserungen des Turmes bezogen, außerdem ein Verzeichnis der Schulkinder, welche die Knopf-Aufsetzung im Jahre 1839, die unter Gesang und Musik am 29. November von dem Dachdeckermeister Joh. Friedr. Wilh. Grönig ausgeführt wurde, beiwohnten.

Aus diesen Schriften geht hervor, dass sowohl im Jahre 1820 wie auch im 1839 das zur Eindeckung erforderliche Walzblei von dem Oberhandlungsfaktor Joh. Friedr. Schachtrupp geschenkt wurde.

Auch heute werden die in dem Knopfe des Turmes niedergelegten Schriften nicht nur für die Mitglieder der Mariengemeinde, sondern auch für alle Einwohner unserer Stadt Interesse haben, weshalb wir den Inhalt einiger hierunter folgen lassen wollen:

 

„Anno 1745 mens. August ist dieser Thurm und Knopf reparieret.

Da nach Absterben Kaiser Carols VII. ein Interregnum war und

Georg August,

König von Großbritanien etc. Herzog zu Br. und Lüneb. des H. Röm. Reichs Churfürst Landes Herr,

            Herr Johann Justus Borheck, Priester bei dieser Kirche,

Herr Johann Heinr. von Knorr, regierender Bürgermeister,

Herr Georg Christoph Schreiber, Doctor und Syndicus

Herr Joh. Friedr. Schachtrup, Kämmerer,

Herr Konrad Ludolph Buchholtz, Bauherr

Herr J.E. Mensching, Secretarius,

Senatoren  Herr Joh. Otto Peinemann

                 Herr Henrich Ludowig Hellmold

                 Herr Joh. Friedr. Müller                   

                                                                                       war.“

 Ein weiteres Dokument:

„Auf Veranlassung einer in diesem Jahre (1839) nöthig gewordenen Reparatur der Kirche St. Mariä, namentlich des Daches der Kirche wurde der Knopf des Thurmes geöffnet und hiernächst zu den darin verwahrten älteren Nachrichten auch dieses Memorial, in welchem ich einige, besonders die Stadt seit dem Jahre 1820 betroffenen Ereignisse aufgezeichnet habe, niedergelegt.

Der Gesundheitszustand der Einwohnerschaft hat sich seit dem gedachten Jahre stets gut erwiesen. Ansteckende Krankheiten haben wir nicht gehabt und von der asiatischen Cholera, welche in entfernten Ländern  Verwüstungen angerichtet, sind in unserem Lande, namentlich in den niedern Elb- und Wesergegenden nur sehr wenige Opfer gefordert, in unserer Stadt haben sich überall keine Symptome dieser verheerenden Krankheit gezeigt. (1850 wütete hier die Cholera. d.R.) 

Der Wohlstand der Einwohner war im Fortschreiten. Misswachs war in den Jahren 1829 und 1830 zu treffen. Aus diesen entsprang hin und wieder im Lande Unzufriedenheit, die man gegen die Regierung durch Aufstände bethätigen zu können glaubte. Fast in allen Provinzen wurden durch böswillige Leute die Menschen zur Steuerverweigerung und anderen Gesetzlosigkeiten aufgewiegelt.

Auch hier versuchten die Advocaten  König und Freitag getreue Bürgerschaft zum Aufstande zu reitzen. Truppen aber besetzten alsbald die Stadt, die Rädelsführer wurden beim Kopf genommen, in Untersuchung gezogen und mussten ihre landesverrätherischen Unternehmungen, gleich den Aufwieglern zu Göttingen (meistentheils auch Advokaten) durch 5, 8 und 10jährige Zuchthausstrafen büßen. Diese Ausbrüche der Gesetzlosigkeit fanden in den ersten Tagen des Januar 1831 statt, hatten aber auf das Allgemeine, da sie durch kräftiges Einschreiten sofort gedämpft wurden, weiter keine sonderlichen Nachtheile.

Im Jahre 1829 wurde das Jacobi Thor niedergerissen und mit Umlegung des Straßenpflasters der Anfang gemacht. Im Jahre 1834 kam der Springbrunnen am Markte in den Gang. Diese neue Anlage und jene Umpflasterung hat bis jetzt elftausend dreihundert Thaler gekostet.

Das Jahr 1826 war ein unglückliches Jahr durch 5 Feuersbrünste, womit die Stadt heimgesucht worden war. Sie folgten schnell aufeinander, als nämlich am 27. Juni, 4. August, 16. August, 22. August und 4. November (Darunter der große Brand am Markte von der Schildwache, Cott‘sches Haus durch die Scheffelstraße, westliche Seite, bis Langer Krummebruch, Brandstelle zwischen Heise und Bernacks Hause. d.R.)

Es ist nicht anzunehmen, dass diese Feuersbrünste sämtlich lediglich durch Unvorsichtigkeit oder Verwahrlosung entstanden wären. Untersuchungen wurden angestellt, sie ergaben aber nichts.

Die angerichteten Brandschäden mussten von der Calenberg Grubenhagenschen Aßecurations Societät mit 133 072 Thaler vergütet werden. …

 

Geschrieben im Monat November 1839.                                                              Jenisch.“       (Bürgermeister)

Aus einem anderen Schriftstück ersehen wir, dass die Kosten der Reparaturen durch freiwillige Beiträge der Gemeindeglieder und der übrigen Einwohner der Stadt aufgebracht wurden , bis aus alten Urkunden festgestellt wurde, dass der Stadt die Verpflichtung zur Unterhaltung der Kirche oblag.

„Sodaß aller desfalsigen Verlegenheit mit einem Male und für immer abgeholfen war“ schreibt erfreut der Pastor ad aedem St. Mariä Ludwig Christian Friedrich Heinrich Seidel. In demselben Schriftstück spricht Pastor Seidel mit Anerkennung von dem Eifer des Kirchenvorstehers Bäcker Meister Wilhelm Habenicht, dessen

„unermüdeten, mit Anstrengung und mannichfachen Unannehmlichkeiten verknüpften Bemühungen es zu danken ist, dass die veranstaltete Sammlung den nicht unbeträchtlichen Belauf erreicht hat  -  101 Thaler 23 Gutegroschen  -  und nicht weniger verdient es, erwähnt zu werden, dass derselbe sich hiernächst der Leitung und Beaufsichtigung der Reparatur so gern als eifrig unterzogen hat.“

Ein anderer Kirchenvorsteher, Joh.Salom. Vollmer, schreibt seinen und seiner Kinder Namen auf, um

                                          „sein Andenken für die Zukunft zu sichern.“

So reden diese Schriften noch heute von den Nöten der kleinen Mariengemeinde ebenso wie von der Liebe der Gemeindeglieder zu ihrer Kirche, von den Ereignissen der großen Welt wie von den guten und bösen Tagen der lieben Vaterstadt.

Kirche im Bau, was hat Bestand?

So fragen die Bauleute, die in diesem Jahr 2017 mit der großen Baumaßnahme an unserer Marienkirche beginnen, weil das Dach nicht mehr dicht ist, es dem Turmreiter an Stabilität fehlt und das Mauerwerk gegen Nässe gesichert werden muss.

Bald wird das über 100-jährige Efeu an der Südwand entfernt werden und die Kirche eingerüstet sein. Da die Maßnahme im Juli beginnt, mussten schon jetzt vom Kirchenvorstand kleine und große Entscheidungen getroffen werden: Die Farbe der Dachziegeln, das Decken des Dachreiters und seine Bekrönung … Wir sind dankbar für die sachkundige und freundliche Beratung durch das Amt für Bau- und Kunstpflege.

 

Gemeinde im Bau,

was soll Bestand haben?

Gottesdienste und Hochzeiten, Kirchenkreisfest und Erntedank, Konzerte und Ausstellungen werden weiter stattfinden. Die eingerüstete Kirche zeigt augenfällig, wie auch unsere Gemeinde einen ständigen Erneuerungsprozess braucht und dass viele Bauleute mit den unterschiedlichsten Begabungen daran tätig sind, ihre je eigenen Erfahrungen und Ideen  einzubringen, das Miteinander zu erleben.

Auch die Kirchengemeinde selbst als Baustelle zu begreifen, macht es leichter, kritisch zu schauen und zu fragen: Was kann tragen, was ist schützenswert, wo brauchen wir neue stabile Balken? 

Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, schon manchmal über die „Mauer“ geschaut und sich vielleicht gewundert haben, dann möchten wir Sie einladen: Kommen Sie doch in den Kirchgarten, in die Kirche oder in das Gemeindehaus, sprechen Sie uns an!

Unsere Kirchengemeinde soll einer Baustelle gleichen, an der das ungewöhnliche Schild hängt:

Betreten erwünscht! 

Kirchenpädagogik – was ist damit gemeint?

Das fragten sich auch die 20 Teilnehmer der Fortbildungsveranstaltung in St. Marien, bis sie durch die Referentin Karin Breuninger, Sprengelbeauftragte für Kirchenpädagogik,  behutsam in das Thema eingeführt wurden.

Die heimischen Kirchenräume sind uns vertraut und wir können manchmal sehr persönliche, bewegende Begebenheiten schildern, die wir mit „unserer“ Kirche verbinden.

Dass wir mit dem eigenen Glauben, Denken und Zweifeln dort beheimatet sind, ist jedoch anderen Menschen nur schwer zu vermitteln. Es fehlen uns oft die Worte, die beim Gegenüber ankommen,  die verstanden werden.

Die Kirchenpädagogik möchte Schätze rund um und im Kirchenraum  zugänglich machen und zum Vermitteln eigener Zugänge anregen.

 

Alte Kirchen mit ihren Bildern und Figuren sind Glaubenszeugnisse einer lange zurückliegenden Zeit. Da ist sachkundige Information gut.

Die Veranstaltung begann nach einer Vorstellungsrunde in der St. Marienkirche mit einem Blick auf den Altar mit dem Kind in der Mitte, das seine Hände schützend um die goldene Kugel legt: Die Welt als Ganzes, mit Oben und Unten, Gut und Böse.

Dieses 500 Jahre alte Glaubensbekenntnis drückt aus: Er hält die ganze Welt in seiner Hand!

Ein Vortrag von Frau Breuninger folgte: 

In einem großen Bogen von den Anfängen der christlichen Gemeinde am Ende des ersten Jahrhunderts in Jerusalem an über die Christenverfolgung unter den Römern zum Bau der ersten Kirchen bis zur Kirche der Reformation wurden den Teilnehmern große Zusammenhänge vermittelt. 

Daran schloss sich der praktische Teil an. In der Aegidienkirche  galt es aus der Fülle möglicher Themen eines auszuwählen und eingehender zu bedenken:

Die Spuren der Reformation

Vor dem Kircheneingang zunächst ein Innehalten, dann nahm jeder eine weiße Rose in die Hand als Hinweis auf die Lutherrose, die Martin Luther wie eine aussagekräftige Visitenkarte gedeutet sehen wollte.  

So auf die Spur gesetzt, betrat man den lichtdurchfluteten Raum, um mit seiner Rose einen Ort zu kennzeichnen, der etwas über den Einfluss der Reformation aussagen kann.

 

Die Rose auf den Gesangbüchern erinnert an den Beginn des  gemeinsamen Kirchengesangs  in einer Sprache, die die Menschen verstanden, gesungen mit bekannten und eingängigen Melodien. 

Erstaunlich war, wie viele Rosen abgelegt werden konnten:

 

 

Die Kanzel am exponierten Platz, der Altar ohne Tabernakel, aber mit der Bibel in deutscher Sprache, das sind nur wenige Beispiele. 

 

Es gab noch viele andere Stellen, an denen bewusst wurde, wie selbstverständlich uns längst die damals hart erkämpften Veränderungen geworden sind.

Bewusstmachen, was uns trägt, das ist eine Aufgabe der Kirchenpädagogik.

Es gibt natürlich noch viel mehr zu entdecken! Einmal neugierig gemacht, verlangt das gemeinsame Suchen und Verstehen  nach einer Fortsetzung.                                                                     Uta Herrmann

 

Sollten auch Sie, liebe Leserin und lieber Leser, Interesse haben, dann scheuen Sie sich nicht:

Melden Sie sich in einem der Gemeindebüros oder bei:  uta.herrmann@kupferhammer.de 

 

 

 

Kirchenpädagogik – Fortbildung

für Kirchenführer und solche, die es werden wollen

 

mit der Sprengelbeauftragten

Karin Breuninger, Alfeld

 Am Samstag, 11. März 2017 in der St. Marienkirche in Osterode am Harz

 

 

 

 

 

Das ist schon etwas Besonderes: Kinder kommen in der Sommerferienzeit eine ganze Woche lang vormittags in die Sankt Marienkirche, um zu lernen! Sie haben sich zur Ausbildung als Kinder-Kirchen-Führer angemeldet. Sie können dann zum Beispiel ihre eigenen Schulklassen führen oder ihren Eltern oder auch fremden Kirchenbesuchern viel Interessantes über diese alte Kirche berichten.

Ein Kirchenraum erzählt vom Leben und Glauben vieler Generationen vor uns. Wer etwas über sie erfahren will, geht auf Spurensuche. Da gibt es viele Dinge, die aufwändig gestaltet sind: in Stein gemeißelte Inschriften, schwer zu entziffern, Bilder, die Geschichten erzählen und Figuren, deren Farben eine feste Bedeutung haben.

Man kann auch die mehr zufälligen Spuren finden, wie die mit Bleistift an das Gewölbe gekritzelten Namen der Dachdecker, Schornsteinfeger oder auch Konfirmanden vergangener Jahrhunderte.

Wie viele Fachwörter und wieviel Fachwissen dazugehören, wenn man sachkundig berichten will, das erstaunte die Kinder sehr. Woher kommen die Namen wie Kirchenschiff und Altarschrein? Was ist der Unterschied zwischen Kirchturm und Dachreiter? Warum sind alte Kirchen in der Regel von Westen nach Osten ausgerichtet?

Zeitverständnis will eingeübt sein, und das gelingt 8 bis 13-jährigen durchaus, wenn sie sich an Sichtbarem orientieren können. So tasteten sie sich mit Augen, mit  Fingern und ihrem Verstehen von der Gegenwart in die Vergangenheit: vor fast 100 Jahren wurde die Gedenktafel für die Gefallenen des 1. Weltkrieges geschnitzt, vor 200 Jahren stifteten die Schachtrupps das Bleidach für den Dachreiter, vor 300 Jahren wurde die Barockorgel eingebaut, vor 400 Jahren ….. halt!

Alles soll noch nicht verraten werden, denn am Tag des offenen Denkmals wird zur ersten Kirchenführung eingeladen, die von den Ferienpass-Kindern dieses Jahres verantwortet wird. Dann werden sie auch vom Orgeltag berichtet, an dem der Marienorganist Peter Wendlandt als Sachverständiger den  Schülern die verschiedenen Orgelpfeifen vorstellte und die Register ausprobieren ließ. Erwachsene vergessen oft, wie schwer es ist, sachkundig zu erklären, z.B. warum die Orgel die „Königin der Instrumente“ genannt wird.

Dieses gelungene Ferienpassangebot hat schon zum 2. Mal in Sankt Marien stattgefunden und wieder gezeigt, dass in einer Kirche fast nichts zufällig ist, weder die Farben, noch die Symbole, man muss sie nur „lesen“ können – so,  wie es auch die Menschen des Mittelalters taten, die das Lesen und Schreiben nicht gelernt hatten. Ein Widerspruch? Alexander, Anna, Philip, Julie, Jan und Janina erklären es Ihnen gern, denn sie haben sich fit gemacht und können berichten.

                                                                                                                      Uta Herrmann

 

Gemeindefest 2016 in Sankt Marien

Zum Abschluss des Gemeindefestes versammelten sich noch viele Gäste und alle Helfer in einer stattlichen Schlussrunde zu einer kleinen Andacht.

Ein eindrucksvoller Tag lag hinter ihnen, der am Morgen mit einem Festgottesdienst begonnen hatte.

Mit dem Schmetterlings -ABC, das jeder als Karte mit nach Hause nehmen konnte, eröffnete Pastor Bohnert seine Predigt. Buchstaben und Zahlen auf Schmetterlingsflügeln in aller Welt gefunden, gesammelt und zusammengefügt .... Staunen und Freude zogen sich durch die Predigt, der der 104. Psalm zugrunde lag. Sie schloss mit dem Appell an die Zuhörer: Buchstabieren Sie sich nach und nach diesen Psalm durch!  

Im Mittelpunkt der anschließenden Würdigung für Pastor Bohnert, der seit 25 Jahren für die Sankt Mariengemeinde zuständig ist, stand der Spiel-Fallschirm, eine Freude für Kinder und Erwachsene, die zu jedem unserer Gemeindefeste gehört.

Ein großes rundes Tuch, in das außen eine Kordel zum Anfassen eingenäht ist, als Symbol für eine "Gemeinde auf Augenhöhe". Viele haben ringsherum Platz, tragen aber mit ihrem Festhalten Verantwortung für das Ganze. Jeder Bereich muss gehalten werden, nirgends darf der Schirm durchhängen. 

Man kann das leicht verhindern, wenn Absprachen und Augenkontakt gut sind und jeder auf den Nachbarn achtet.

Ein schönes Bild von Gemeinde!

Welche Leichtigkeit kann man empfinden, wenn dann der Wind den Schirm anhebt und Spannung und auch Gleichgewicht gehalten werden können .... bis zum "Abheben". 

 

 

Pastor Bohnert hat dieses Verständnis von Gemeinde in den zurückliegenden 25 Jahren gelebt und eingeübt. 

Gemeinde ist eine "runde Sache", wenn man zugesteht, dass nicht immer jedes Feld besetzt sein muss, weil das gute Miteinander und die "Tuchfühlung" bleiben . . . . . .  auch , wenn der Schirm mal flach gehalten werden muss.  

Und dann gibt es im Leben einer Gemeinde besondere Momente:

Der Wind greift so unter den Schirm, dass die Akteure loslassen und ihre Plätze wechseln können. Das ist ein Fest! 

In diesem Jahr wurde das in besonderer Weise erlebt und dankbar wahrgenommen. Auch die zarten und kurzen Regenschauer taten der Freude keinen Abbruch.  

So gab es Kaffeestübchen unter dem gelben Dach, andere unter der alten Linde oder unter dem Regenschirm. Ein dankbares Aufatmen dann, wenn sich die Sonne durchsetzen konnte. 

"Ein Sonntag ... miteinander" war das Motto dieses Festes zu dem der Posaunenchor Jacobi / Lasfelde, die Akkordeon-Spielgemeinschaft und der Chor Concordia aus Eisdorf eingeladen waren. 

Alles in allem

ein schöner und sonniger Tag!

Ein Dank gilt allen,

die mit Phantasie

und unermüdlichem Einsatz

Salate geschnitten, Kuchen gebacken,

 Würstchen gegrillt,

Getränke verkauft,

Kaffee gekocht und die Konditorei betreut haben,

die Bänke geschleppt, Zelte aufgebaut

und immer wieder Lösungen gefunden haben,

wenn es einmal feucht von oben wurde!