Das Kirchengebäude

  

Es handelt sich bei der nach Osten ausgerichteten Kirche um einen schlichten, rechteckigen, aus Bruchsteinen bestehenden Bau mit halbrundem Chorabschluss, den drei schmale hohe Fenster unterbrechen. Quader schützen die Ecken. Über dem Mittelteil des Gebäudes reckt sich der polygonale Dachreiter mit dem geschützten Halter für die frühere Betglocke. Der Turm ist seit 1819 mit Blei gedeckt, das der Berghandlungsfaktor Johann Friedrich Schachtrupp neben Geldmitteln im Rahmen einer Sammlung spendete.

 

Die Glockenstube

 

In dem Fachwerkaufbau befindet sich über dem Altarraum die mit Fenstern versehene Stube, in der zwei Glocken hängen. Die kleinere (94 cm Durchmesser 500 kg schwer) goss man 1699 in Hannover, die größere (115 cm Durchmesser und 950 kg schwer) 1732 in Danzig. Letztere hing bis 1940 im ostpreußischen Deutsch-Eylau und wurde 1952 als Leihgabe übernommen.

(Text aus der Festschrift im Jahr 2008 von Ingrid Kreckmann)

Das Kirchenschiff

Ursprünglich muss man sich das Kirchenschiff ohne Bänke vorstellen. Erst mit der Reformation kam mit den langen Predigten das Bedürfnis, sich zu setzen. 

Seit 1950 steht die Kanzel wieder an ihrem Platz zu Beginn der Chorraumes. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts war sie in den Altar eingefügt, während die Marienfigur in einer Seitennische aufbewahrt war.

Orgelempore

 

In der Kirche fällt die eichene Holzdecke auf, die über der Orgel zu einem Tonnengewölbe verändert wurde. Die Orgel befindet sich in einem Prospekt von 1678 und wurde 1801 mit einem Pedal versehen. Auf ihren teils zinnernen Pfeifen ließen sich noch lange die Reste einstiger reicher goldener Bemalung erkennen. Die halbrunde Empore vor dem Instrument  erreicht man über eine Treppe, die von einem separaten Eingang an der Westseite der Kirche begangen wird.